Mit einer neuen Collaboration-Plattform will die US-Firma Tacit es Nutzern ermöglichen, innerhalb des eigenen Netzwerkes Experten zur Beantwortung von persönlichen Fragen zu identifizieren. Auf der Plattform “Illumio” können Nutzer Fragen einstellen, die dann an Freunde, Geschäftspartner und anderen Personen weitergeleitet werden. Eine Testfassung der neuen Plattform soll im Juni online gehen.
Anders als auf offenen Plattformen wie wer-weiss-was werden die Fragen auf Illumino nicht an ein beliebiges Publikum gestellt, sondern in einem Auktionsverfahren innerhalb des eigenen Netzwerkes vergeben. Einen Anfrage wird dabei zunächst an die Personen weitergeleitet, mit denen der Nutzer den engsten Kontakt hat. Zur Messung dieses Kontaktgrades wird u.a. das Email-Aufkommen zwischen verschiedenen Personen innerhalb des Netzwerkes analysiert.
Sobald die “stärksten” Kontakte identifiziert sind, erhalten diese auf ihrem Monitor eine Meldung der Bitte um Beantwortung der eingestellten Frage. Stellen die zuerst kontaktierten Bekannten keine Antwort ein, werden die Kontakte nächsten Grades kontaktiert. Der Level der Kontaktstärke wird dabei sukzessive so weit heruntergesetzt, bis einer der Kontakte die Frage beantwortet. Zusätzlich können User innerhalb des Netzwerkes dem Fragenden einen Zugriff auf ihren Festplatten-Index gewähren, der über Microsoft oder Google Desktop Search bereitgestellt wird.
Gegenüber anderen Systemen soll sich Illumio durch einen Schutz der Privatsphäre auszeichnen: Jeder Experte bleibt so lange anonym, bis er sich freiwillig zur Beantwortung einer Frage meldet.
Die Illumio Software muss als lokales PC-Programm installliert werden, greift aber auf das Internet als Kommunikationsplattform zurück. Beworben werden soll der Service durch sogenannte “Hot Spot”-Icons, die Webmaster auf ihren Seiten integrieren können. So könnte etwa ein Anbieter einer Webseite zu digitaler Photographie einen Hotspot einblenden, der automatisch auf eine Illumio-Expertennetzwerk zu diesem Thema verlinkt.








