Laut Berechnungen von Dow Jones VentureSource haben US-Investoren in 2007 ein Rekordvolumen von rund 1,34 Mrd. US-Dollar in Web 2.0-Firmen investiert, ein Plus von 88% gegenüber dem Vorjahr. Dennoch scheint das Wachstum der Investitionen seinen Peak überschritten zu haben: Ohne die Microsoft-Investition von 300 Mio. US-Dollar in Facebook wuchsen die Investitionen in Web 2.0-Firmen nur noch um 46 Prozent, ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Wachstum von 132 Prozent in 2006.
Zudem konzentrieren sich die Investitionen zunehmend auf größere Anbieter. So wuchs die Zahl der finanzierten Unternehmen in 2007 nur noch um 25 Prozent auf 178 Deals, gleichzeitig stiegen die Investitionsbeträge um 22 Prozent auf 5 Mio. US-Dollar. Damit liegt die Deal-Größe bei Web 2.0-Unternehmen allerdings noch immer unterhalb des Durchschnitts sonstiger VC-Investments.
Angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten verstärkt sich der Druck auf Web 2.0-Unternehmen, ihre wachsenden Nutzerzahlen in konkrete Umsätze zu überführen. Ein Business-Plan mit einem "Web 2.0"-Titel reicht heute daher längst nicht mehr aus, um eine Finanzierung zu sichern.
Und wie sieht es in Deutschland aus? Hier liegen keine direkten Marktzahlen vor. Allerdings zeigen sich deutsche Investoren bislang vor allem an Copycat-Modellen aus den USA interessiert. Schwingt das Investitionsbarometer in amerikanische Web 2.0-Firmen zurück, wird sich die also auch auf die Finanzierungschancen deutscher Startups auswirken.


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