Ein interessantes Experiment will das Business 2.0-Magazin von Time Inc. wagen. Laut einem Interview mit Chefredakteur Josh Quittner sollen alle Mitarbeiter des Hauses (nicht nur Redakteure) künftig einen eigenen Weblog zu einem Business-bezogenen Thema ihrer Wahl verfassen. Die gesamten Blogeinträge sollen dann in einem "Super-Blog" zusammengefasst werden.
Bezahlt wird die zusätzliche Arbeit nur bei Erfolg: Die Vergütung für den Blogging-Einsatz richtet sich nach dem Traffic der jeweiligen Blogs. Bei 100.000 Page Views sollen sich die Business 2.0 Mitarbeiter so "einige hundert Dollar" hinzuverdienden können. Damit wird die redaktionelle Arbeit erstmal variabel vergütet - ein Mechanismus, der in Zeiten einer zunehmenden Messbarkeit des redaktionellen Erfolgs künftig sicher auch in Deutschland Fuß fassen wird.
Das Interesse an den Zusatzaufgaben scheint groß, etwa 20 Mitarbeiter haben sich bereits als Blogger gemeldet. Ein Grund dafür mag in dem letzten Business 2.0 Feature "Blogging for Dollars" liegen, in eine Reihe von profitablen Blog-Businesses aufgezählt wurden. Einen "Star-Blogger" hat Business 2.0 bereits: Redakteur Om Malik hat sich mit seinem Erfolgs-Techblog GigaOM selbständig gemacht.


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