Seit heute ist sie online: Die "Alpha-Version" der Readers Edition, dem neuen Online-Projekt der Netzeitung. Als "Tester der ersten Stunde" habe ich mich durch das neue Angebot gewühlt, und bin beeindruckt: In der Readers Edition vereinigt die Netzeitung alle Komponenten eines erfolgreichen Web 2.0-Angebots, und schafft damit ein bis dato einmaliges Informationsmedieum auf dem deutschen Markt.
Ähnlich wie das koreanische Vorbild OhMyNews will die Netzeitung mit der Readers Edition eine Leser-generierte Zeitung schaffen. Unter dem Motto "Schreiben Sie, Sie werden gelesen!" sollen Leser zu Authoren werden.
Die neue Seite zeichnet sich durch ein modernes Design, eine aufgeräumte Anordnung, eine klare Menüführung und eine Vielzahl von Web 2.0 Komponenten aus. Alle Artikel können schon in der Übersicht mit einem Klick bewertet und kommentiert werden. In den Artikel-Listings wird zu jedem Artikel live in Klammern angezeigt, wie oft dieser gelesen wurde, eine Sonder-Rubrik "Meistgelesene Artikel" zeigt die populärsten Themen des Tages an. Für die Koordination der Authoren und Leser-Rückfragen setzt die Netzeitung ein Wiki ein.
Neben traditionellen Unterteilung in klassische Ressorts setzt die Readers Edition auf einen "Free Tagging"-Mechanismus, über den User ihre Artikel frei verschlagworten können. Die Schlagworte werden dann zu einem automatisisch zu einem "Gesamtverzeichnis" akkumuliert, die traditionelle Unterteilung in statische (und damit unflexible) Taxonomien entfällt. Auch das ist typisch für erfolgreiche Web 2.0 Anwendungen - schließlich sollen die Leser selbst bestimmen, welche Rubriken des Angebots relevant sind.
Bei der Ortsbezeichnung von Artikeln werden die User zur Eingabe von Breiten- und Längengraden aufgefordert. Diese Art der Ortsbezeichnung wird schon lange von vielen US-Publisher propagiert, da sie Raum für künftige lokalisierte Anwendungen zulässt (obwohl GPRS-Koordinaten hierzu sicherlich noch hilfreicher wären). Über die Einbindung von Google Maps werden aktuelle Artikel auf einer Landkarte eingeblendet.
Insgesamt ist der Netzeitung mit der Readers Edition ein Web 2.0-Auftritt gelungen, von dem andere deutsche Verlage nur lernen können. Herzlichen Glückwunsch!!!



Wow. So über den Klee wird man gerne gelobt. Ich gebe das auf jedne Fall auch weiter an die beiden Produktionsleute hier. Man kann übrigens in Texten auch Links setzen...
Kommentiert von: Peter Schink | 02. Juni 2006 um 10:49 Uhr
Die Links funktionieren tatsächlich - allerdings noch nicht für arme Safari-Nutzer ;o)
Kommentiert von: Daniel Tschentscher | 02. Juni 2006 um 11:29 Uhr
Ah, ok. Man lernt nie aus... so umfangreich hatten wir unsere Readers Edition für Safari noch nicht getestet.
Kommentiert von: Peter Schink | 02. Juni 2006 um 11:36 Uhr