Schon seit Jahre prophezeien wir als Technologiescouts das sogenannte "Omnidevice", das alle Funktionalitäten eines mobilen elektronischen Begleiters in sich vereint. Ob Handy, Kontaktbuch, Mini-Rechner, Kalender, Instant Translator, Lektüregerät oder interaktiver Stadtführer - das Omnidevice wird Begleiter für alle Lebenssituationen.
Bis dato sehen sich die Handy-Hersteller in einer natürlichen Pole-Position für das All-in-one-Device der Zukunft, schließlich vereinen moderne Handies heute schon Mail-Programme, Browser und Kameras. Doch noch ist es lange nicht klar, ob das Handy der Grundstein für künftige Omnidevices ist: Mit der Playstation Portable hat Sony eine mobile Spielekonsole entwickelt, die alle Voraussetzungen für ein künftiges Allround-Gerät mitbringt: Rechenpower, WLAN, ein kristallklares Display, Massenspeicher sind nur einige der Features.
Mit einer wachsenden Zahl von "ernsthaften" Anwendungen zeigt Sony jetzt, wozu die teure Hardware in der Lage ist. Im Juni kommt in Deutschland das Übersetzungprogramm Talkman für Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch und Japanisch auf den Markt - dank Spracherkennung und -ausgabe braucht man die Sätze nur in das mitgelieferte Ansteckmikrofon zu sprechen. Im September folgt eine Eye-Toye Kamera, die Videokonferenzen ermöglicht, im Oktober soll es Video-Voice-over-IP Verbindungen geben. Ab dem Winter wird dann ein GPS-Modul nachgerüstet, mit dem u.a. GPS-gestützte Städteführer möglich werden. Und ein Email-Programm ist angeblich ebenfalls in Planung.
Während all diese Einzel-Details vielleicht nur Geeks interessieren, ist die Grundtendenz der Entwicklung auch für Nicht-Techniker interessant: Langsam, aber sicher bauen die Sony-Entwickler die PSP zu einem "Omnidevice" aus. Wer weiß, vielleicht sehen wir bald schon die ersten Manager mit einer PSP statt einem Blackberry durch die Gegend laufen. Dass dann darin noch das eine oder andere Spielchen enthalten ist, kann ja sicherlich auch nicht schaden ...


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