Einen neuen Ansatz für ein Business-Netzwerk verfolgt das Startup CollectiveX, das heute erstmal online gegangen ist. Anders als LinkedIn und OpenBC ist CollectiveX rein gruppenbasiert und verfolgt somit einen ähnlichen Ansatz wie Tribe. Ein lokaler Business-Club kann auf CollectiveX zum Beispiel seine eigene Subdomain für Clubtermine, Diskussionsforen und den Austausch von Dokumenten einreichten. Mitglieder können nur dann Kontakte austauschen, wenn sie mindestens einer Gruppe des Netzwerkes angehören.
Anders als LinkedIn und OpenBC setzt CollectiveX somit nicht auf ein "universales Business-Netzwerk", sondern auf ein Geflecht von multiplen "Micro-Netzwerken". Mit der Möglichkeit, den Kontaktaustausch auf ein gruppenspezifisches Universum einzuschränken, reagiert CollectiveX auf die Beschwerden von Nutzern, dass viele Business-Netzwerke inzwischen für Spam-Aktivitäten missbraucht werden.
Fraglich ist aber, ob der gruppen-basierte Ansatz allein für ein ausreichendes Netzwerkwachstum sorgt. Auch das Business-Modell muss erst einmal unter Beweis gestellt werden: Gruppen bis zu 10 Mitgliedern können auf CollectiveX kostenlos verwaltet werden, größere Gruppen mit mehr Funktionalitäten kosten (relativ hohe) Monatsgebühren. Damit ein solches Modell jedoch funktioniert, muss sich die Gruppe erst einmal darüber einigen, wer letztlich die Gebühren zahlt.



Die Idee der geschlossenen Gruppen macht durchaus Sinn. Auch OpenBC bietet jetzt Firmen und Organisationen eine solche Funktionalität an: http://www.heise.de/newsticker/meldung/73160
Kommentiert von: Guido | 17. Mai 2006 um 12:39 Uhr